Blaue Etuis

etui des fahrrads

der erste prägende eindruck liegt weit zurück. das kühle beruhigende blau jenes samtstoffes, mit dem das pennal für den zirkel ausgekleidet war. selbst wenn man ihn herausnahm - der zirkel war immer noch da. jetzt als negative form, als ausnehmung im blauen samt. diese spur, der abdruck eines gegenstandes, faszinierte mich. gespeist aus dieser erinnerung begann ich etuis zu bauen; formen, die an der grenze arbeiten, beschreibung sind des dings, als auch dessen, was es nicht ist. CHG



die türme von hanoi

sind ein altes asiatische spiel der raltionen konzentrische scheiben auf einem stab bilden einen turm und sollen unter wervendung eines hilfsstabes zu einem adäquaten turm umgebaut werden. die regeln:

1) es darf immer nur eine einzelen scheibe bewegt werden.
2) es darf nach jedem zug nur eine kleinere auf einer größeren scheibe zu liegen kommen.
der englische mathematiker alan turing erdachte in den 30er jahren computerabstraktionen (minimale maschinen), von denen eine die türme von hanoi gespielt hat.

25 schälchen

die bereitschaft, kognitive ergänzungsarbeit zu leisten, scheint uns angeboren und ermöglicht die vorstellung eines real nicht anwesenden gegenstandes. diese fähigkeit, komplementärbilder zu erstellen, kann unter bestimmten lichtverhältnissen die bilder zwischen konvex und konkav kippen lasssen. die wahrnehmung von erhabenem ist uns geläufiger. ich glaube, daß ein großer teil unseres „die-welt-erfassens“ nach diesem prinzip funktioniert. beeindruckt sein heißt die negativform einer erfahrenen idee zu bilden, sich darin einzunisten, sie zu verwandeln und als positivform weiter zu geben, jemanden eieindrucken. in diesem sinne verstehe ich sprache als kleid, als euti des geistes.

die spannung reicht bis zu bildkante
zitat: h. achternbusch „der neger erwin“
 

schirm für das blau