Das Befreiungsdenkmal in Innsbruck - Prozesse des Erinnerns

befreiungsdenkmal

 Pro Libertate Austriae Mortuis

Das Befreiungsdenkmal hat in seiner Anmutung über Jahrzehnte den Dialog verweigert. Wenn die Form in die Irre führt, muss Sprache präsent sein. An die getöteten englischen, französischen, sowjetischen und amerikanischen Befreier Österreichs wird nun durch die Übersetzung des lateinischen Satzes in deren jeweiligen Landessprachen erinnert.

An den Schmalseiten des Denkmals werden jetzt unter der Übersetzung ins Deutsche -–  „Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen“ -– die Namen jener Frauen und Männer genannt, die auf Grund ihres Widerstandes gegen den Nationalsozialismus ums Leben kamen. Als nun konkret benennbare Menschen treten sie aus ihrer bisherigen Anonymität heraus. Sie erinnern aber auch an jenen symbolischen Tausch, der durch die Moskauer Deklaration von 1943 möglich wurde – und daran, wie lange unsere Gesellschaft brauchte,  um aus der angebotenen und gewünschten Amnesie zu erwachen.

 chg 2016

Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen - Das Befreiungsdenkmal in Innsbruck - Prozesse des Erinnerns/ Horst Schreiber und Christopher Grüner 2016

Zur typographischen Gestaltung der ergänzenden Inschriften am Befreiungsdenkmal - Markus Weithas 2016

Das Befreiungsdenkmal am Eduard Wallnöfer Platz, Innsbruck

Der mühsame Umgang mit der Befreiung / Horst Schreiber in der Tiroler Tageszeitung vom 22.10.16

Die Freiheit ist ein wundersames Tier/ Steffen Arora im derStandard.at