Laws of form

„was ein ding ist, und was es nicht ist, sind, in der form, identisch gleich.“
„wir nehmen die idee der unterscheidung und die idee der bezeichnung als gegeben an, und daß
wir keine bezeichnung vornehmen können, ohne eine unterscheidung zu treffen. wir nehmen
daher die form der unterscheidung für die form.“

sätze und anweisungen wie diese schrieb der englische philosoph und mathematiker george
spencer-brown in seinen „laws of form“. ich fühlte mich in meiner arbeit bestätigt. einfach
und klar ist sein system, beeindruckend schön seine zeichensprache. ausgehend von seinen
beiden axiomen: „the law of calling“ und „the law of crossing“ übernahm ich seine „marks“
(zeichen) und begann damit zu arbeiten.
ps.: die zuversichtliche beschreibung meiner annäherung an die „laws of form“ darf nicht darüber
hinwegtäuschen, dass ich sie in ihrer ganzen tiefe und tragweite noch nicht erfasst habe.
CHG

die „laws“ werden das verhalten der physikalischen welt der quantenmechanik modellieren,
wenn sie dort erst rezipiert werden.
ernst trawöger

das alte und erste mysterium, das noch ludwig wittgenstein (tractatus logico-philosophicus,
punkt 3.333) verblüffte, nämlich daß die welt, die wir kennen, auf eine art und weise konstruiert
ist, die sie befähigt, sich selbst zu sehen, löst g. spencer-brown durch eine überaus überraschende
wendung der wahrnehmung. er zeigt ein für allemal, daß das auftauchen dieses
mysteriums unvermeidbar ist. aber was unvermeidbar ist, ist in diesem sinn kein mysterium. es
ist das schicksal aller beschreibungen, daß „das, was aufgedeckt ist, verborgen wird; aber
das, was verborgen ist, wird wieder aufgedeckt“.
heinz von foerster: über laws of form, whole earth catalog,1969 laws of form