museum im ballhaus imst

in zusammenarbeit mit dr. inge praxmarer und ahmet ince

der arbeitstitel  "museum im ballhaus" geht auf die ursprüngliche funktion des gebäudes zurück: das ballhaus wurde als lager für warenballen errichtet und 1530 erstmals urkundlich erwähnt.

dieser begriff und die sehr differenzierten räumlichen voraussetzungen, waren die ausgangspunkte für die wahl der materialien und deren verwendung: von der industrie in grosser stückzahl hergestellte, billige produkte - von handwerkern hochwertig verarbeitet.

die historische baumasse im erdgeschoss wurde in ihrer präsenz weitgehend belassen. der rhytmus der fenster, die säulen, die den blick ins gewölbe ziehen, die stimmigen proportionen erzeugen ein angenehmes raumgefühl.

durch das notwendige einziehen einer neuen decke im 1. stock entstand  ein  „neuer raum“. dieser umstand machte es möglich, diesen auch artifiziell zu interpretieren. eine rundum laufende „glasgardine“ enthebt die wände der funktion bilderwand zu sein - sie sind jetzt reine lichtflächen.

die bilder und objekte sind in  themeninseln zusammengefaßt und in den raum gezogen.
die objekte  werden ruhig, ohne dramatischen pathos, in chronologischer abfolge und inhaltlicher bezüglichkeit gezeigt. die wege durchs museum erschliessen sich von selbst.

die nun hier "gelagerten" objekte erzählen von der geschichte der stadt imst. eine spannende zeitreise führt die besucher von der urnenfelderkultur über das zunftwesen im mittelalter und den vogelhandel bis hin zum barocken und modernen kunstschaffen. kunst- und alltagsgegenstände weisen als "fundstücke" der jeweiligen epochen den weg.